Near Repeats

Near Repeats in der Wissenschaft

Weltweit wurde das Phänomen der near repeats wissenschaftlich untersucht. Vor allem im Bereich des Tageswohnungseinbruchs gibt es eine Reihe von aktuellen Studien, die belegen, dass geografische Bezirke, in denen ein Einbruch erfolgt ist, häufig in kurzer Zeit und im direkten Umfeld mit Folgedelikten rechnen müssen (near repeats victimization).

Eine englische Studie des Jill Dando Institute of Crime Science ermittelte, dass Folgetaten in drei zeitlichen Sektoren (2, 7 und 28 Tage) auftreten können. Bei der räumlichen Distanz wurde ein Bereich von 400 Meter festgestellt.  Außerdem wurde erkannt, dass nicht jeder Bezirk in gleicher Weise von diesem Phänomen betroffen ist.

Diverse Studien zeigen, dass near repeats bei weiteren Deliktfeldern festgestellt werden können:

  • Einbruch
  • Straßenraub
  • Bewaffneter Überfall
  • Diebstahl aus Kfz

 

Near Repeats im operativen Einsatz

Damit liefert das Phänomen der near repeats einen neuen Ansatz in der kriminologischen Ermittlungsarbeit. Neben der täterbezogenen Analyse, kann durch automatisierte und musterbasierte  Erkennung von near repeats ein Frühwarnsystem aufgebaut werden, das der Einsatzleitung der Polizei im Tagesbetrieb, Informationen über potentiell auftretende Nachfolgetaten gibt.

 

IfmPt hat ein solches System entwickelt und zum Einsatz gebracht. Damit ist IfmPt – auch international – ein Vorreiter für eine Methodik, die in naher Zukunft so zum polizeilichen Alltag gehören wird wie der Einsatz von E-Mail und SMS.