Near Repeat Prediction

Near Repeat PredictionIfmPt hat mit PRECOBS ein automatisiertes Berichts- und Prognosesystem entwickelt, das es ermöglicht, tagesaktuelle Bewertungen und Prognosen zum Deliktaufkommen  im Deliktfeld Tageswohnungseinbruch bereitzustellen, die in die tägliche operative Einsatzplanung von Polizeibehörden miteinfließen können. Es wurde ein neues prognostisches Verfahren entworfen, das unter Kenntnis der Deliktvorkommen der Vergangenheit und unter Entwicklung deliktfeldspezifischer Merkmale signifikante und quantitativ nachweisbare Aussagen über die Entwicklung in einem geografisch eingegrenzten Einsatzgebiet liefert. Ziel des Verfahren ist es, zeitliche und räumliche Deliktkonzentrationen (near repeats) zu prognostizieren.

Near repeats

Ein near repeat liegt vor, wenn mindestens zwei Delikte aus einem Deliktfeld innerhalb von 72 Stunden in einem eingegrenzten geografischen Raum auftreten.

Near repeat areas

Eine near repeat area ist ein geografisch abgeschlossenes Gebiet in dem es wiederholt zu  Delikten kommen kann und in denen der Anteil an near repeats besonders hoch ist.

Operational Circle and Tiles

Der operative Kreis und die Kacheln engen das prognostizierte Gebiet weiter ein. In den roten Kacheln ist die Folgedeliktquote am höchsten.

Automatisches Verfahren

Das Verfahren basiert auf der Auswertung von zuvor definierten Filter- und Selektionskriterien für festgelegte near repeat areas in Kombination mit mathematischen Berechnungen bezüglich der vergangenen und der aktuellen Delikterwartungswerte. Einmal konfiguriert, lässt es sich auf die Gegenwart und die Vergangenheit anwenden und damit die potentiellen Erfolgsquoten bestimmen. Diese Erfolgsquoten fließen wieder in das Verfahren selbst ein. Nur in der Vergangheit erfolgreiche near repeat areas fließen in das Gesamtverfahren ein.

Ergebnis

Das Verfahren liefert im Tagesbetrieb Prognosen mit Gebieten in denen die Wahrscheinlichkeit von weiteren Delikten signifikant hoch ist. Die Prognosen enthalten Kartenmaterial mit zeitlichen und räumlichen Angaben.

Die Einbindung dieser Methodik in eine Behörde ist einfach, der Schulungsaufwand gering.

Die Prognosen können zu operativen oder präventiven Zwecken verwendet werden.

Bei den bisherigen Projekten gelang es IfmPt, eine Folgedeliktquote von über 80 % zu erzielen.

Durch gezielte Bestreifung ließen sich in den beteiligten Gebieten der aktuellen Projekte deutliche Tatreduktionen feststellen.